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Roadcats-Unterwegs

Wir reisen mobil! Was passiert nun mit unseren Katzen! Fragen über Fragen.
Einen Herz- und Nierenkranken Kater, der täglich seine Medizin benötigt und jährlich ein Echokardiogramm, können wir nicht Fremdplatzieren. Dazu kommt eine Diva, ausgebildet als Sofa/Bettkatze, sicher auch nicht. Einschläfern ein NOGO! Sie kommen Beide mit. Im April 2016 ist uns dann noch ein Streuner "Strolchi" zugelaufen, der Namensgeber für unseren LKW. Leider ist Strolchi so ein freiheitsliebender Kater, dass es unmöglich ist, ihn mit auf unsere Reisen zu nehmen. Das Glück war uns Hold und die neuen Pächter unseres Betriebes haben uns versprechen müssen, gut für Strolchi zu sorgen.

Als der Entschluss feststand die Katzen mitzunehmen, wurde unsere fahrende Wohnung Katzengerecht gebaut. Katzenausguck auf dem Dach und ein riesiges mobiles Freilaufgehege für den Bodenausgang.

Denkt jetzt nicht wir sind Spinner! Naja, vielleicht Kleine...

Trotzdem, die Zweifel das Richtige zu tun, nagte an meinem Gewissen und Verstand. Ich recherchierte im Internet und trat sogar einer Facebook Gruppe Namens "Wohnmobil mit Katze" bei. Als ich die vielen positiven Berichte und Ratschläge gelesen habe, war ich guten Mutes. Als Vorbereitung mussten Mimo und Noemi die Tollwutimpfung über sich ergehen lassen, sowie eine Titerbestimmung, damit die beiden über die Europagrenze hinaus und wieder zurück reisen dürfen.

Faszit nach der 1. Reise und 2. Reise

Die Angewöhnungsphase ist durch und wir können sagen, wir sind STOLZ auf unsere Fellnasen.

Klar es war eine grosse Geduldsprobe von Seiten der Fellis und uns. Es funktionierte nicht alles Reibungslos. Nömi unser Mimöschen reagierte auf die kleinsten Veränderungen mit Pipi auf die Bettdecke. Also wurden die öffentlichen Waschsalons unsere besten Freunde, mussten wir Anfangs doch fast jeden 2. Tag die Bettwäsche waschen. Nach ca. 2 Wochen legte sich das und unser Sonnenschein war bis zum Ende unserer Spanien/Portugalreise trocken bis wir uns auf unsere 2. Reise nach England begaben.

Anfangs war bei Nömi alles i.O. Die Fellis fühlten sich wohl und genossen das Katzenzelt in vollen Zügen. Vorallem unsere Nachtkatze Mimo. Sogar Mäuse lagen am Morgen vor der Türe. Wie Mimo das angestellt hat, wissen nur die Katzengötter. Als wir in Schottland eintrafen schlug das Wetter um und es regnete und regnete. Zu allem Elend stürmte es auch noch. Ganz im Norden stürmte es so stark, dass Nömi wieder anfing auf das Bett zu pinkeln. Gut hatten die Campingplätze grosse Waschmaschinen und Tumbler, sodass das Bettwäsche waschen kein Problem darstellte. Schlauer geworden durch die erste Reise, haben wir wasserdichte Moltons mitgenommen, die jetzt auf dem Bett zu Einsatz kamen. Doch, dieses mal, war an Nömi etwas anders. Ihre Pfötchen rochen stark nach Schweiss. Wir vermuteten eine Blasenentzündung. Der Tierarzt den wir aufsuchten wollte davon aber nichts wissen. 

Unsere Entschluss wieder Richtung Süden zu fahren stand fest und so besserte sich natürlich auch das Wetter nur das Pinkeln von Nömi wurde nicht wirklich besser. Also besuchten wir in Folkestone noch einmal eine Tierärztin und bestanden darauf, dass der Urin von Nömi getestet wird. BINGO eine starke Blasenentzündung. Nömi erhielt sofort eine starke Antibiotika und Cortisonspritz und nach 2 Stunden war unser Sonnenschein wie wenn nichts gewesen wäre. Von diesem Moment an, war Nömi wieder trocken und hat die ganze restliche Reise kein einziges Mal wieder irgendwo gepinkelt. Sie war munter und aufgezogen wie wir unseren Sonnenschein kennen.

Ihr denkt jetzt sicher, warum schreibe ich nur von Nömi? Ganz einfach, ausser dass Mimo wie immer murrend durch das Zelt und den Wagen marschierte blieb er Gesund und munter und versuchte sich als Mäusejäger. 

Faszit: Die Büsis haben sich gut ans Nomadenleben gewöhnt. Nömi war schon immer eine Sofa und Bettkatze, hat sich aber sehr schnell im Katzenzelt wohlgefühlt und geht nun auch zu Hause in den Garten. Dies war vor der Reise nicht so. Mimo war zu Hause schon immer am murren und motzen und hat das auch auf der Reise nicht abgelegt. Er fühlt sich aber wohl und ärgert Nömi auch als Nomade immer noch sehr gerne.

 

Weitere Infos nach unserer 3. Reise......